DRACHENHERZ
Andreas 6. April 2010

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VERLAG : Kosmos
JAHR : 2010
SPIELER : 2
ALTER : ab 8 Jahren
DAUER : ca. 20 Min.
AUTOR : Rüdiger Dorn
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SPIELBESCHREIBUNG
Wir begeben uns in die Welt von Helden und Drachen, Zwergen und Trollen und der unendlichen Suche nach dem sagenumwobenen Schatz. Ein Drache wurde durch einen bösen Zauber versteinert und sein Feueratem erstarrte zu einem blutroten Edelstein, dem sogenannten “Drachenherz”. Eigentlich tut die Geschichte nichts zur Sache und das ganze Spiel könnte auch in ein ganz anderes Thema eingebettet werden.

Jeder Spieler bekommt einen identischen Satz von 50 Karten, bestehend aus unterschiedlichen Motiven mit unterschiedlicher Wertigkeit (Ruhmespunkten).
Der Spielplan wird in die Mitte des Tisches gelegt. Auf ihm sind Ablagefelder für jeden Kartentyp abgebildet, die durch Pfeile miteinander in Beziehung stehen.
Auf manchen Feldern müssen mehrere Karten abgelegt werden, damit eine mit den Karten verbundene Aktion ausgelöst wird, auf anderen Feldern reicht eine Karte.
Eine rote Drachenfigur aus Plastik wird neben das Drachenfeld gestellt. Ziel des Spieles ist es, so viele Karten (möglichst wertvolle) wie möglich für sich zu sichern und bis zum Spielende die meisten Ruhmespunkte zu sammeln.
Jeder Spieler mischt seine 50 Karten gut durch und legt sie als verdeckten Nachziehstapel neben sich ab. Das Spiel kann beginnen.
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Spielbeginn:
Jeder Spieler zieht 5 Karten von seinem Nachziehstapel auf die Hand. Der Spieler am Zug legt mindestens eine Karte eines Motivs auf ein entsprechendes Feld auf dem Spielplan. Eine Drachenkarte auf ein Drachenfeld, eine Heldenkarte auf ein Heldenfeld usw. Man kann in einem Zug auch mehrere Karten eines Motivs auslegen, aber niemals unterschiedliche Motive.

Die einzelnen Kartenablagen sind durch Pfeile miteinander verbunden. Wer zum Beispiel eine weiße Flugdrachenkarte auslegt (links oben), bekommt alle Schatzkarten, die in diesem Moment auf dem Schatzfeld rechts daneben ausliegen und kann sie als Ruhmespunkte verdeckt vor sich ablegen.
Auf manchen Feldern müssen mehrere Karten ausgelegt werden, bevor die Aktion ausgelöst wird. So zum Beispiel bei den Drachenjägerinnen links unten auf dem Spielplan. Erst derjenige Spieler, der die 3. Karte ausgelegt bekommt alle im Moment ausliegenden weißen Drachenkarten. Die 3 Drachenjägerinnenkarten werden danach unter der Auslage für die Schiffe abgelegt.
Die Zwerge kochen ihre eigene Suppe und haben keine Verbindung zu den restlichen Karten. Wer die 4. Zwergkarte legt, bekommt alle 4 Karten.
Wer sich eine versteinerte Drachenkarte durch das Ausspielen einer Prinzessin zu Pferde sichert, bekommt die rote Drachenfigur und darf, solange er die Figur besitzt, 6 Karten auf der Hand halten. Sobald der andere Spieler eine versteinerte Drachenkarte bekommt, wechselt der Besitzer. Wer den Drachen am Spielende hat, bekommt 3 Ruhmespunkte extra.
Die Schiffsablage hat 2 Funktionen. Erstens bekommt derjenige Spieler, der die 3. Schiffskarte legt, alle unter dem Schiff abgelegten Drachenjägerkarten (links) und Heldenkarten (rechts) als Ruhmespunkte, zweitens bestimmen die Schiffskarten, wie lange ein Spiel geht. Werden zum dritten Mal im Spiel 3 Schiffe auf diesem Feld abgelegt, ist das Spiel sofort zu Ende.
Das Spiel kann noch auf eine zweite Weise enden, nämlich wenn es einem Spieler gelingt seine 50 Karten komplett auszuspielen.
Danach zählen die Spieler ihre Ruhmespunkte auf den Karten zusammen, wer die meisten Punkte hat gewinnt.
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SPIELGEFÜHL
Karten ausspielen, Karten einsammeln und auf ein wenig Kartenglück hoffen. Das alles kennt man aus vielen Spielen, doch hier wurde es auf eine ganz einfache Weise neu interpretiert.
Die Regeln lassen keine Fragen offen und sind extrem einfach und schnell verständlich, so dass schon nach wenigen Minuten losgespielt werden kann.
Durch die Verbindung der einzelnen Ablagefelder auf dem Spielplan und der unterschiedlichen Anzahl an Karten, die auf manchem Feld abgelegt werden müssen, wird ein kleiner Spielraum zum Taktieren gelassen. Schließlich will man dem Gegner keine einfache Vorlage zum Punktesammeln bieten. Doch alles Taktieren hilft nichts, wenn man nicht die richtigen Karten auf der Hand hat und nichts passendes nachzieht.
Der Ärger über das Kartenpech ist aber in der Regel schnell verflogen, da eine Partie selten länger als 15-20 Minuten dauert und eine Revanche schnell gespielt ist.
Das Spiel ist sicherlich nicht schlecht, wer jedoch mehr Tiefgang, mehr Zweikampf, mehr Spannung, einfach mehr Spiel sucht, sollte sich bei “Drachenherz” nicht lange aufhalten und weitersuchen.
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BEWERTUNG ZU ZWEIT
Drachenherz ist ein leichter Vertreter der Kosmos 2er-Reihe. Das Spiel besticht durch seine einfachen Regeln und seinen einfachen Zugang. Wem das Fantasy-Thema gefällt und auf unbeschwerte Kartenspiele mit nur kleinen taktischen Möglichkeiten, aber um so mehr Kartenglück steht, dem sei das Spiel empfohlen. Bei mir hat das Spiel keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ich greife lieber auf ältere Spiele der Kosmos 2er-Reihe, wie Jambo, Caesar & Cleopatra oder Babel zurück, die mehr Tiefgang und Spannung bieten.

4 von 6 möglichen Pöppeln
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