IM WANDEL DER ZEITEN – DAS WÜRFELSPIEL

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Wandel der Zeiten cover

VERLAG : Pegasus Spiele

JAHR : 2009

SPIELER : 1-4

ALTER : ab 8 Jahren

DAUER : ca. 30  Min.

AUTOR : Matt Leacock

SPIELBESCHREIBUNG

wandel würfel„Im Wandel der Zeiten“? Moment, da war doch was. Richtig! Ein absolut faszinierendes Zivilisationsaufbauspiel von der Frühzeit bis heute und zu Recht immer noch mein absolutes Lieblingsspiel, das leider auf Grund der doch recht langen Spielzeit von bis zu 4 Stunden und dank meiner kleinen Tochter recht selten auf den Tisch kommt. Schade…

Doch seit einiger Zeit gibt es auch für gestresste Eltern Abhilfe. „Im Wandel der Zeiten – Das Würfelspiel Bronzezeit“. Bronzezeit deswegen, weil man nicht mehrere tausend Jahre durchspielt, sondern nur einen kleinen Teil der Geschichte. Wer jetzt sagt, „och nöö, nicht schon wieder das einfaches Würfelspiel eines großen Brettspiels“, dem kann ich das nicht verdenken, der läuft aber Gefahr, etwas zu verpassen.

Spielvorbereitung:

Wandel der Zeiten SpielbrettJeder Spieler erhält ein Steckbrett aus Holz (14x9x1cm) und die entsprechenden Steckmarker für die einzelnen Rohstoffe (Holz bis Metall) und Nahrung (grüne Zeile). Zu Beginn des Spiels hat man nur 3 Nahrung. Außerdem bekommt jeder Spieler ein DinA4 Wertungsblatt, auf dem die Errungenschaften notiertet werden und der Spielablauf in Kurzform erläutert wird. Wem das noch nicht reicht, bekommt zusätzlich noch eine große Übersichtstafel, auf der einzelne Spielelemente ausführlicher dargestellt sind.

Man startet seine Zivilisation mit 3 Städten: Die Anzahl der eigenen Städte gibt die Anzahl der Würfel vor, mit denen man  spielen darf (3 Städte = 3 Würfel).

Spielablauf:

Das Spiel wird über mehrere Runden gespielt.

Würfeln:

Wer am Zug ist, würfelt mit seinen (zu Spielbeginn 3) Würfeln (es können bis zu 7 Würfel werden, wenn man alle Städte baut). Wie beim Kniffel, hat man 3 Würfelversuche. Außer den Schädelsymbolen (diese stehen für Katastrophen) kann man jeden gewürfelten Würfel wieder neu würfeln, auch Würfel, die man schon beiseite gelegt hat. Was kann erwürfelt werden? Nahrung, Geld, Arbeiter, Waren und Schädel. Ist das Würfeln beendet, werden die Symbole ausgewertet.

Waren einsammeln:

Als erstes werden die Waren eingesammelt und auf dem Steckbrett markiert. Pro gewürfeltem Schädelsymbol gibt es 2 Waren, pro Warensymbol 1 Ware. Die Waren werden immer von unten nach oben auf dem Steckbrett verteilt. Die 1. Ware ist immer Holz, die 2. Stein usw.

Nahrung einsammeln:

Danach wird Nahrung eingesammelt und auf den Steckbrett eingetragen.

Städte versorgen:

Pro eigener Stadt muss eine Nahrung abgegeben werden. Kann man das nicht, kommt es zur Hungersnot und man bekommt pro unterversorgter Stadt einen Katastrophenpunkt.

Katastrophen abwickeln:

Die Anzahl gewürfelter Schädel entscheidet darüber, welche Katastrophe  eintritt. Ab 2 gewürfelter Schädel gibt es Katastrophenpunkte. Bei 5 und mehr Schädeln, verliert man alle Waren. Durch Errungenschaften kann man sich vor den Katastrophen auch schützen.

Wandel der Zeiten ÜbersichtNeue Städte bauen/ Monumente errichten:

Mit den gewürfelten Arbeitern kann man an Monumenten oder Städten bauen. Die Anzahl der benötigten Arbeiter sieht man auf dem Wertungsblatt. Dort kreuzt man den Arbeitsfortschritt entsprechend an. Während neue Städte zusätzliche Würfel bringen, bekommt man für gebaute Monumente am Ende Siegpunkte. Wer ein Monument als erstes baut bekommt  doppelt so viele Punkte  wie der Zweite.

Eine Errungenschaft kaufen:

Errungenschaften bringen Vorteile im Spielverlauf oder schützen vor Katastrophen.  Außerdem bringen sie Siegpunkte am Spielende. Jede Errungenschaft kostet Geld (von 10 bis 60). Jedes Geldsymbol auf einen Würfel bringt 7 Geld, der Rest muss durch Warenverkauf erbracht werden. Jeder Ware auf dem Steckbrett ist ein Geldbetrag zugeordnet, der jetzt eingetauscht und ausgegeben werden kann. Der Wert der Waren steigt von links nach rechts.

Waren abgeben:

Dummerweise darf man Waren nicht beliebig lagern. Nur 6 Waren dürfen am Rundenende behalten werden, der Rest verfällt. Welche Waren man abgibt, bleibt einem selbst überlassen. Allerdings geht es immer von rechts nach links auf der Stecktafel.

Spielende:

Das Spiel kann auf zweierlei Weise enden. Entweder wurde jedes Monument mindestens einmal gebaut, oder ein Spieler hat seine 5. Errungenschaft erworben. Jetzt werden die erzielten Punkte durch Errungenschaften und Monumente zusammengezählt und erhaltene Katastrophenpunkte abgezogen. Wer die meisten Punkte hat gewinnt.

SPIELGEFÜHL

„Im Wandel der Zeiten – Das Würfelspiel Bronzezeit“ besticht durch sein ausgezeichnetes Spielmaterial. Das Steckbrett aus Holz, die sehr schön gestalteten Holzwürfel (die etwas größer als die Standardwürfel sind) und die vorbildliche Regel mit Kurzübersicht, die keine Fragen offen lässt. Zudem gibt es einen üppig ausgestatteten Wertungsbogen, der für viele Partien reichen sollte.

wandel würfel2Das Spiel selbst ist sehr atmosphärisch und macht Spaß. Es sind kleine taktische Möglichkeiten vorhanden und Überlegung nötig, um das Spiel erfolgreich zu gestalten. Wann baue ich welches Monument? Wie haushalte ich am Besten mit meinen Waren und welche Errungenschaft bringt mich wann am Besten weiter? Diese Überlegung sind alle nicht kompliziert und letztendlich auch vom Würfelglück abhängig, trotzdem tragen sie zum Spielspaß nicht unerheblich bei.

Interaktion findet zwischen den Spielern, durch den Bau der Monumente statt, denn nur wer eine bestimmtes Monument als erster vollendet kassiert ordentlich Siegpunkte. Außerdem wirken sich die eigenen gewürfelten Katastrophen, bei entsprechendem Schutz durch Errungenschaften auf den Gegner aus, was einem selbst freut und den Gegner ärgert oder in Zugzwang beim Kauf von Errungenschaften zum Schutz vor Katastrophen bringt.

Alles in allem hebt sich dieses Spiel durch die schöne Atmosphäre, die angemessene Spieldauer und die inhaltliche Anlehnung an den großen Bruder „Im Wandel der Zeiten“ aus der Masse der Würfelspiele mit Kniffelelementen positiv hervor, auch wenn man klar sagen muss, dass es sich auch hier „nur “ um ein Würfelspiel handelt.

Der Preis ist mit knapp 20 Euro, dem hochwertigen Spielmaterial geschuldet, recht teuer für ein Würfelspiel. Aber ich denke, es lohnt sich, denn dieses Spiel wird den Weg auf unseren Spieltisch immer wieder mal finden, während andere Vertreter dieser Spielgattung im Regal verstauben.

Ein großes Dankeschön für ein kostenloses Rezensionsexemplar geht an den Pegasus Verlag!

Wandel der Zeiten 1 Wandel der Zeiten 2

BEWERTUNG ZU ZWEIT

Richtig gutes Würfelspiel mit hervorragender Ausstattung und zu Recht auf der Nominierungsliste für das Spiel des Jahres gelandet. Im Vergleich zu den vielen Würfelspiel-Varianten von bekannten Spielen, die derzeit auf dem Markt sind, ist „Im Wandel der Zeiten – Das Würfelspiel“ für mich der beste Vertreter.

Pöppelbewertung 4.5

4,5  von 6 möglichen Pöppeln

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