DON QUIXOTE

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Don Quixote cover

VERLAG : Pegasus Spiele

JAHR : 2010

SPIELER : 1-4

ALTER : ab 8 Jahren

DAUER : ca. 20-30  Min.

AUTOR : Reinhard Staupe

SPIELBESCHREIBUNG

Wer auch sonst nicht viel von den Romanen über  Don Quixote und seinem treuen Gefährten Sancho Pansa weiß, der kennt zumindest Ihre Geschichte über den unermüdlichen Kampf gegen Windmühlen. Mehr braucht man auch bei diesem Spiel nicht zu wissen, den der Hintergrund ist zweitrangig.

Don Quixote Übersicht

Spielvorbereitung:

Jeder Spieler bekommt einen eigenen Spielplan mit 24 rechteckig unterteilten Feldern (von A1, A2, A3 bis H1, H2, H3). Dazu bekommt jeder Spieler einen identischen Satz mit 24 Plättchen,  auf denen Straßen, Kirchen, Windmühlen und Ritter abgebildet sind. 2 der 24 Plättchen zeigen Burgen, diese werden zu Spielbeginn bereits auf dem Spielplan platziert. Don Quixote Plättchen 2Die restlichen 22 Plättchen werden verdeckt gemischt.

Ein Kartensatz aus 24 Karten (von A1, A2,A3 bis H1, H2,H3) wird verdeckt gemischt und die ersten 2 Karten aufgedeckt. Entsprechend werden die 2 Burgen auf dem eigenen Spielplan platziert.

Spielablauf:

Gespielt wird über 3 Runden. In jeder Runde wird eine bestimmte Anzahl an Plättchen zufällig aufgedeckt. In der ersten Runde 9, in der zweiten 7 und in der letzten 6 Plättchen. Nacheinander werden Karten aus dem verdeckten Kartenstapel aufgedeckt. Ein Plättchen muss auf die entsprechende Position auf dem eigenen Spielplan platziert werden. Welches der offenen Plättchen einer Runde man wählt, bleibt einem selbst überlassen. Nachdem die Plättchen jeder Runde platziert wurden, kommt es zu einer Wertung.

Don Quixote Plättchen 1Man bekommt Punkte, wenn man Ritter an seine Burg anbindet, wenn man mehrere Mühlen oder mehrere Kirchen über Straßen miteinander verbindet oder als Landesverteidigung eine bestimmten Wert an Rittern im Randbereich seines Spielplans liegen hat. Wieviele Punkte es in welcher Runde gibt, kann man der kleinen übersichtlichen Spieltafel entnehmen, die jeder Spieler vor sich liegen hat.Don Quixote Tafel

In der 3. und letzten Spielrunde werden erst 5 Plättchen aufgedeckt und ein sechstes separat. Das 6. Plättchen muss auf den letzten verbliebenen freien Platz auf dem Plan gelegt werden. Wer jetzt seine Straßenverbindungen, im Rahmen des Möglichen, gut „geplant“ hat, hat jetzt vielleicht das passende Puzzlestück für viele Punkte übrig.

Nach der letzten Runde gibt es zusätzlich Punkte für die meisten Ritter, die miteinander verbunden sind.

Spielende:

Sobald das letzte Plättchen auf dem Spielplan platziert wurde endet das Spiel und es kommt zur 3. und letzten Wertung. Wer jetzt die meisten Punkte hat, gewinnt das Spiel.

SPIELGEFÜHL

Don Quixote löst in mir ein zwiespältiges Gefühl aus. Einerseits funktioniert das Spiel hervorragend als Legespiel und ein gewisser Suchtfaktor kann man dem Spiel nicht absprechen, andererseits ist es als gemeinschaftliches Spielerlebnis eher ungeeignet. Wenn man es genau nimmt ist Don Quixote ein reines Solitärspiel! Was die Mitspieler machen interessiert eigentlich nicht wirklich und ist für den eigenen Spielablauf und die eigenen Entscheidungen im Spiel schlicht unbedeutend. Erst bei der Wertung nimmt man wieder Notiz von seinem Gegenüber.

Man könnte jetzt sagen, es ist doch interessant zu sehen, was der Gegner aus seinen Plättchen herausholt bzw.  spannend darüber zu diskutieren, wie man mit welchem Plättchen das Beste macht. Doch zu der Sorte Spieler gehöre ich definitiv nicht!

Ich möchte das Spiel an dieser Stelle nicht abwerten. Wie schon gesagt, dass Spiel funktioniert hervorragend und macht auch Spaß, doch ich brauche dazu keine Mitspieler. Ich würde das Spiel wohl eher am Computer spielen, vor allem, weil einem dort die etwas lästige und fehleranfällige Auswertung der Punkte abgenommen wird. Dennoch ziehe ich das Brettspiel dem Computer aber vor, allein schon wegen dem haptischen Erlebnis.

Würde man dem Spiel eine interaktive Komponente beifügen, die den Gegenspieler besser einbindet, wäre eine höhere Wertung sicherlich möglich gewesen, aber dies wäre dann wieder ein anderes Spiel.

Ein großes Dankeschön für ein kostenloses Rezensionsexemplar geht an den Pegasus Verlag!

Don Quixote 1 Don Quixote 2

BEWERTUNG ZU ZWEIT

Don Quixote ist ein locker-leichtes Legespiel für zwischendurch. Nicht mehr aber auch und nicht weniger. Wem kurzweilige Legespiele im Stile von Carcassonne gefallen und wer auch kein Problem damit hat, dass die Mitspieler für das Spiel eigentlich nicht wichtig sind, dem sei Don Quixote empfohlen.

Pöppelbewertung 4

4  von 6 möglichen Pöppeln

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