SHANGHAIEN

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shanghaien Cover

VERLAG : Abacusspiele

JAHR : 2008

SPIELER : 2

ALTER : ab 8 Jahren

DAUER : ca. 20  Min.

AUTOR : Roman Pelek  & Michael Schacht

SPIELBESCHREIBUNG

Irgendeine dunkle Hafenkneipe irgendwo in Shanghai zur Zeit der berüchtigten Piratenkapitäne El Dado und dem schrecklichen Michele. Die Kneipe ist voll von mehr oder weniger angetrunkenen Piraten. Wird es einem Kapitän gelingen mit mehr oder weniger schmutzigen Methoden die Beste Mannschaft aus diesem Haufen zu rekrutieren? Ein offener Zweikampf entbrennt … Shanghaien!

Shanghaien 1

Spielvorbereitung:

Jeder Spieler bekommt einen Kapitän aus Holz und 6 Würfel in seiner Spielerfarbe. Die 48 Kneipenkarten (je 5 Piraten in 8 verschiedenen Farben mit unterschiedlichen Werten von 1-4 und 8 Karten „schmutzige Tricks“) werden gemischt und zu einem verdeckten Nachziehstapel bereitgelegt.

6 Karten davon werden in Reihe zwischen die Spieler ausgelegt. Die Kneipe ist voll besetzt. Das Rekrutieren der Piraten kann beginnen.

Spielablauf:

Das Spiel ist schnell erklärt und läuft über 8 Runden. Abwechselnd würfeln die Spieler mit 2 Ihrer 6 Würfel und legen einen davon an einen Piraten in der Kneipe an, der andere kommt zurück in den eigenen Vorrat. Dabei kann jede Augenzahl nur an einen bestimmten Piraten angelegt werden. Es gibt 6 Piraten in der Kneipe. Die 1 ist entweder ganz rechts oder ganz links in der Reihe. Die restlichen Piraten werden entsprechend in Reihenfolge durchnummeriert.

shanghaien 2

Anstatt zu würfeln, kann  sich ein Spieler auch dafür entscheiden, zu „shanghaien“. Die Runde wird dann sofort beendet und die Spieler bekommen die Piraten aus der Kneipe, an denen sie eine mehr Würfel liegen haben als der Gegner. Hat ein Spieler nur noch einen Würfel in seinem Vorrat ist er gezwungen, zu shanghaien und die Runde endet automatisch.

Herrscht bei einem Piraten Gleichstand zwischen den Spielern, entscheidet die (höhere) Augenzahl der Würfel an den benachbarten Karten, wer die Karte bekommt. Liegen an einer Karte keine Würfel oder kann der Gleichstand nicht aufgelöst werden, kommt die Karte  aus dem Spiel.

Die rekrutierten Piraten werden nach Farben sortiert vor den Spielern offen ausgelegt. Eine neue Runde beginnt damit, dass 6 neue Piraten aufgedeckt werden. Neuer Startspieler ist immer der Spieler, der nicht Shanghaien musste.

Einige Karten sind keine Piraten, sondern „schmutzige Tricks“ Karten. Mit ihnen kann man seinem Würfelglück ein wenig auf die Sprünge helfen, indem man z.B. das Würfelergebnis um 1 verändern kann oder beide gewürfelten Würfel anlegen darf. Pro Runde kann nur eine solche Karten gespielt werden.

Spielende:

Nach 8 Runden gibt es keine Piraten mehr im Nachziehstapel und das Spiel endet. Jetzt wird verglichen. Die Summe aller eigenen Piraten eine Farbe werden zusammengezählt.

Wer mehr Punkte einer Farbe hat, bekommt die Piratenkarten und Punkte des Gegners in dieser Farbe. Die eignen Karten kommen aus dem Spiel. Hat der Gegner keine Karten einer Farbe, darf man die Punkte der eigenen Karten behalten. Für jede nicht ausgespielte „schmutzige Trickkarte“ gibt es noch eine Punkt. Wer insgesamt am meisten Punkte hat, gewinnt das Spiel.

SPIELGEFÜHL

Wieder mal ein Würfelspiel! Und zum Glück kein Vertreter der zur Zeit so beliebten Kniffelvarianten. Die Regeln sind sehr kurz und leicht zu verstehen. Das Material ist ansprechend und von sehr guter Qualität.

Die erste Partie verlief ziemlich unspektakulär um nicht zu sagen langweilig. Würfeln, Würfel auslegen und werten….doch mit jeder weiteren Partie konnten wir dem Spiel immer mehr abgewinnen. Schuld daran ist der Wertungsmechanismus. Schafft man es, von einer Farbe  Karten zu bekommen, von denen der Gegner keine hat, bekommt man auch alle Punkte dieser Farbe. Aber schon eine Karte für den Gegner reicht aus, damit nichts aus dem reichhaltigen Punktesegen wird, denn dann bekommt man nur die Punkte des Gegners. Dieser schmale Grat macht das Spiel ziemlich spannend. Jeder versucht, in einer Farbe besonders gut abzuschneiden und  gleichzeitig den Gegner daran zu hindern, in dieser Farbe einen Piraten zu ergattern.

Regelmäßig hadert man mit der zufälligen Kartenauslage, wenn ausgerechnet dann ein gelber Pirat in der Auslage liegt, wenn ich unbedingt verhindern will, dass mein Gegner die Karte bekommt, ich aber gleichzeitig gerne noch die zwei blauen Piraten hätte. In dieser Phase verlässt mich auch noch das Würfelglück…. und wieso erkennt mein Gegner mein Dilemma und beendet die Runde aus taktischen Gründen vorzeitig durch „shanghaien“ und beraubt mich meiner Illusionen? An dieser Stelle könnt man sich schwarzärgern.

Wer keine glückslastigen Würfelspiele mag, wird mit Shanghaien nicht viel Freude haben. Alle anderen sollten das Spiel umbedingt mal (mehrmals)  ausprobieren. Vielleicht erzielt das Spiel den gleichen Effekt wie bei uns. Ein schnelles Spiel für zwischendurch

Ein großes Dankeschön für ein kostenloses Rezensionsexemplar geht an Abacusspiele!

shanghaien Aufbau Shanghaien Aufbau 2

BEWERTUNG ZU ZWEIT

Shanghaien ist ein lockerer Zeitvertreib für laue Sommerabende. Der Würfel- und Wertungsmechanismus ist interessant.  Wer kurze, unkomplizierte Würfelspiele mit ein klein wenig Taktik gerne spielt, der ist bei Shanghaien sehr gut aufgehoben. Ein guter Vertreter seiner Zunft!

Pöppelbewertung 4

4  von 6 möglichen Pöppeln

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