SIEBEN UNTER VERDACHT

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Sieben Schachtel

VERLAG : Gmeiner

JAHR : 2010

SPIELER : 1-5

ALTER : ab 12 Jahren

DAUER : ca. 10-15  Min.

AUTOR : Reiner Knizia

SPIELBESCHREIBUNG

Der Gmeiner Verlag, vielen wahrscheinlich besser bekannt als Buchverlag, zeichnet sich für die Krimi-Kartenspielereihe verantwortlich. Ich muss gestehen, dass mir die beiden ersten Spiele der Reihe  „Kreuzverhöhr“ und „Kunststück“ bislang unbekannt waren. Das  dritte Spiel der Reihe „Sieben unter Verdacht“, von keinem geringeren Autor als Reiner Knizia, nehmen wir jetzt aber mal genauer unter die Lupe. Wer den Klassiker „Mastermind“ kennt, wird sich sehr schnell im Spiel zurechtfinden: auf der Polizeistation kommt es zur Gegenüberstellung. Bis zu 7 Tatverdächtige stehen an der Wand. Nicht jeder ist schuldig, aber jeder könnte es sein. Die Ermittlungen laufen, und Schritt für Schritt wird geklärt, wer schuldig ist und wer nicht.

Sieben verdacht

Spielvorbereitung:

Das Spiel kann auf zweierlei Art gespielt werden. Entweder mit einem Spielleiter, der immer weiß wer schuldig ist, und einem Ermittler, der im dunklen tappt. Oder beide Spieler ermittlen zusammen, und die Kontrolle erfolgt über das Selbstkontrollsystem im Spiel. Dazu später mehr. Egal in welcher Variante man spielt, als erstes werden die 24 Gegenüberstelungskarten gemischt und als verdeckter Stapel bereitgelegt. Die schwarzen Spielsteine „Zeugenhinweise“ werden auf dem Tisch bereitgelegt. Mit ihnen wird markiert, wieviele Personen auf einer Karte schuldig sind. Die 7 Einzelkarten „Tatverdächtiger“ werden ebenfalls bereitgelegt. Mit diesen Karten wird festgehalten, welche Personen als schuldig identifiziert werden und welche als unschuldig.

Spielverlauf:

Spielt man mit Spielleiter, nimmt der Spielleiter eine der Gegenüberstellungskarten (=Lösungskarte) auf die Hand. Die dort abgebildeten Personen sind schuldig. Der Spielleiter deckt eine weitere Gegenüberstellungskarte auf und legt sie in die Tischmitte. Der Spielleiter markiert mit den schwarzen Spielsteien am Rand der Karte, wieviele Personen auf der aktuell ausliegenden Karte schuldig sind. Danach werden Schritt für Schritt weitere Karten aufgedeckt. Immer 3 auf einmal. Der Ermittler entscheidet, welche der 3 Karten als nächste ausgelegt werden soll. Der Spielleiter vergleicht die Karte mit seiner Lösungskarte und markiert wieder entsprechend viele Personen.

Sieben KartenAlternativ spielt man gemeinsam ohne Spielleiter. Ein einfaches, aber cleveres Selbstkontrollsystem macht es möglich. Das Spiel läuft nach dem gleichen Prinzip ab, allerdings wird die Lösungskarte zu Spielbeginn verdeckt abgelegt. Jede Gegenüberstellungskarte hat ein Loch in der Karte und auf der Rückseite befinden sich jede Menge  Einschusslöcher. Legt man die Karte direkt auf die Lösungskarte und blickt auf das eingestanzte Loch, wird durch die Anzahl an Einschusslöchern  im Loch ersichtlich, wieviele Übereinstimmungen die aktuelle Karte mit der Lösungskarte hat (Anzahl Einschüsse = Anzahl Schuldiger).

Spielende:

Es werden so lange neue Gegenüberstellungskarten ausgelegt, bis die Ermittler durch Ausschlussverfahren meinen, sich sicher zu sein, welche und wieviele Personen schuldig sind. Von 2 bis 5 ist alles möglich. Die entsprechenden Tatverdächtigenkarten werden vom Ermittler ausgelegt und mit der Lösungskarte verglichen.

Ziel ist es, die Lösung mit möglichst wenig Gegenüberstellungskarten zu finden.

SPIELGEFÜHL

Nachdem der Klassiker der Deduktionsspiele „Mastermind“ früher gerne gespielt, heute nur noch imRegal verstaubt, war ich skeptisch, ob „Sieben unter Verdacht“  das Feuer für dieses Spiel wieder entfachen könnte. Doch die ersten Partien haben mächtig Spass bereitet und haben dem Klassiker neues Leben eingehaucht. Die thematische Einbindung des eigentlich abstrakten Deduktionspiel ist hervorragend gelungen. Dass man jetzt, dank des cleveren Selbstkontrollsystems, auch gemeisam ermittlen kann, wenn man nur zu Zweit ist, ist ein klarer Pluspunkt gegenüber Mastermind und wird dafür sorgen, das der Klassiker weiter ein Schattendasein in meinen Regal führen muss.

Sieben unter Verdacht erfindet das Spiel nicht neu und die anfängliche Begeisterung nimmt schnell ab. Doch in kleinen Dosen in unregelmäßigen Abständen wird das Spiel  wieder gerne auf dem Spieltisch landen und für kurzzeitige Begeisterung sorgen.

Ein großes Dankeschön für ein kostenloses Rezensionsexemplar geht an den Gmeiner Verlag!

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BEWERTUNG ZU ZWEIT

Wer Mastermind eigentlich gerne spielt, sich aber daran stört, dass das Thema zu trocken ist und dummerweise einer immer den Spielleiter miemen muss, der findet in Sieben unter Verdacht die Lösung. Das Spiel ist thematisch perfekt eingebettet und das richtig gute Kontrollsystem erlaubt es auch, gemeisam zu spielen. Wer mit Mastermind allerdings bislang nicht warm geworden ist, wird es, wenn man ehrlich ist,  auch mit Sieben unter Verdacht wohl nicht werden.

Pöppelbewertung 4

4  von 6 möglichen Pöppeln

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