7 WONDERS

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7 Wonders Schachtel

VERLAG : Repos Production

JAHR : 2010

SPIELER : 2-7

ALTER : ab 10 Jahren

DAUER : ca. 30  Min.

AUTOR : Antoine Bauza

SPIELBESCHREIBUNG

Wieder mal ein Spiel in der Antike und wieder mal ein Spiel, in dem man Weltwunder baut und Ressourcen verwaltet. Wie originell!? STOP! Dieses Spiel hat tatsächlich seine Daseinsberechtigung, den es ist durchaus origenell, wie sich im Laufe dieser Rezension noch herausstellen wird. Die Fakten: es handelt sich um ein kartenbasiertes Aufbauspiel mit Resourcenmangement, bei dem jeder Spieler pro Partie genau ein Weltwunder bauen kann. Damit alle 7 Weltwunder gebaut werden können, muss man schon zu Siebt spielen. Eine Partie dauert selten länger als ein halbe Stunde, obwohl es über 3 Epochen geht. Die Handkarten wechseln zwischen den Spielern ständig hin und her und eine dritte „freie Stadt“ baut ebenfalls an einem Weltwunder und wird abwechselnd von beiden Spielern kontrolliert.

7 Wonders Übersicht

Spielvorbereitung:

Die Spielkarten werden nach den Epochen (I-III) sortiert und als verdeckter Stapel bereitgelegt. In den Stapel der III. Epoche werden zusätzlich 5 Gildekarten eingemischt (das sind besondere Karten, dazu später mehr). Vom Stapel der ersten Epoche bekommen beide Spieler 7 Karten auf die Hand. 7 weitere Karten werden für die freie Stadt bereitgelegt. Jedem Spieler wird zufällig ein Weltwunderspielplan ausgeteilt, den er vor sich auslegt. Der freien Stadt wird ebenfalls ein Weltwunderspielplan zugeteilt. Jeder Spieler bekommt 3 Geldmünzen. In die Tischmitte kommt die Karte „Grenze“, die zwischen den beiden Spielern liegt. Übrige Geldmünzen und Konfliktmarker werden bereitgelegt.

Spielverlauf:

Wer am Zug ist muss drei einfache Dinge tun. Eine Karte aus der Hand auswählen, ins Spiel bringen und die restlichen Handkarten dem Gegenüber geben. Diesen Punkte können beide Spieler gleichzeitig machen. Immer abwechselnd ist ein Spieler für die freie Stadt zuständig. Dieser Spieler zieht zusätzlich eine Karte vom Stapel der freien Stadt und nimmt sie auf die Hand. Dieser Spieler bringt in seinem Zug zwei Karten ins Spiel. Eine für sich und eine für die freie Stadt. Dies wiederholt sich so lange bis beide Spieler nur noch 2 Karten auf derHand halten. Dann beginnt die letzte Runde einer Epoche. Von den jetzt noch zur Verfügung stehenden Handkarten wird nur noch eine ins Spiel gebracht. Die andere karte kommt auf den Ablagestapel.

7 Wonders Karten 1Wie bringt man Karten ins Spiel und welche  Möglickeiten gibt es? Um Karten ins Spiel bringen zu können, muss man die dafür anfallenden Kosten auf der Karte bezahlen (in Geld oder Rohstoffen).

Es gibt unterschiedliche Kartentypen: Braune Karten produzieren einfache Rohstoffe (wie z.B. Holz), graue Karten Manufakturprodukte (z.B. Glas) und werden einfach an den eigenen Weltwunderspielplan angelegt. Jede Runde hat man den auf der Karte abgebildeten Rohstoff einmal zur Verfügung. Blaue Karten sind Bauwerke und bringen Siegpunkte am Spielende. Rote Karten sind militärische Karten. Sie werden einfach vor den Spielern ausgelegt und demonstrieren militärische Stärke (oder Schwäche). Gelbe Karten beieinflussen meist die eigene Kartenauslage oder die des Gegners, indem man für bestimmte ausliegende eigene oder gegnerische  Karten Geld/ Siegpunkte bekommt.  Grüne Karten sind Forschungsgebäude. Ein Spieler erhält eines von drei unterschiedlichen Forschungssymbolen, die am Spielende in bestimmten Kombinationen Siegpunkte bringen.

7 Wonders Wunder 2Alternativ kann man Handkarten auch zum Bau einer der 3 Stufen des Weltwunders verwenden. Dazu wird eine  bliebige Karte verdeckt an der dafür vorgesehenen Stelle des Spielplans angelegt. Die entsprechenden Kosten sind zu entrichten. Was man dafür erhält steht auf dem Plan. Fehlt ein bestimmter Rohstoffe zum Bau, so kann man diese auch beim Gegner oder der freien Stadt einkaufen (falls vorhanden). 2 Geldmünzen sind pro Rohstoff  zu bezahlen. Die abgekauften Rohstoffe stehen dem Gegner in seinem Spielzug aber trotzdem zur Verfügung. Hat man für eine Karte gar keine Möglichkeit, sie zu spielen, kann man sie auch ungenutzt abwerfen und erhält dafür 3 Münzen.

Manche Karten ergänzen sich. Hat man bestimmte Gebäude bereits in seiner Auslage gebaut, kann man andere Karten evt. kostenlos nutzen/ bauen. Für das Ausspielen von Karten in der freie Stadt gelten die gleichen Regeln. So ist es auch möglich, dass die freie Stadt Rohstoffe bei den Spielern für das Auslegen von Karten einkauft.

Am Ende einer Epoche wird die militärische Stärke verglichen. Und zwar immer mit dem Gegner und der freien Stadt. Wer im direkten Vergleich am meisten rote Schilde hat, bekommt Siegpunkte in Form eines Schilds ( 1-5 je nach Epoche), wer am wenigsten hat, einen Minuspunkt.

7 Wonders Karten 2Danach spielt man die II. und III. Epoche nach dem gleichen Prinzip. Die darin enthaltenen Karten werden aber immer wertvoller und kostenintensiver in der Herstellung. In der III.Epoche gibt es keine Produktionskarten mehr, sondern es kommen  lilafarbige Karten, die sogenannten Gildekarten, ins Spiel. Diese Karten sind sehr teuer, bringen einem aber unter Umständen viele Siegpunkte für Karten, die auch beim Gegner und der freien Stadt  in der Auslage liege können, je nachdem, wie es die Pfeile anzeigen (z.B. für jede rote Karte einen Siegpunkt).

Spielende:

Am Spielende werden alle gesammelten Siegpunkte addiert. Siegpunkte gibt es für die militärischen Schilde, für Münzen, Weltwunderstufen, Gebäude, Gilden und Forschungsgebäude. Die Abrechnung der Forschungsgebäude wird gesondert vorgenommen. Für 3 unterschiedliche Symbole gibt es 7  Punkte und für gleiche Symbole die Anzahl der Karten mit gleichem Symbol im Quadrat. Einzelne Symbole können für beide Arten parallel verwendet werden.

Wer die meisten Siegpunkte hat, gewinnt.

SPIELGEFÜHL

7 Wonders ist seit Essen wohl das meist gespielte und meist gelobte Spiel. Meines Erachtens zu Recht!  Offiziel laut Spielschachteleintrag ist es erst ab 3 Spieler. In der Spielregel verbirgt sich aber eine zusätzliche Regel für 2 Spieler, die sich nicht zu verstecken braucht.  7 Wonders ist ein sehr schönes Kartenaufbauspiel bei dem viele Entscheidungen in kurzer Zeit getroffen werden müssen. Die dritte „freie Stadt“, für die beide Spieler abwechselnd entscheiden, welche Karte gespielt werden soll, bringt strategisches Potential ins Spiel. Hier handelt es sich nicht um einen stupiden Dummy, sondern es liegt in der Hand der Spieler, die „freie Stadt“ taktisch klug für die eigenen Interessen zu nutzen. Karten, die ich aus meiner Hand dorthin spiele, kann ich evt. selber sinnvoll mitnutzen oder ich verhindere dadurch, dass mein Gegner eine wichtige Karte bekommt.

Wichtig ist es, sich in der Fülle von Handkarten nicht umbededingt für die im Moment scheinbar beste Karte zu entscheiden, sondern darauf hinzuarbeiten, gute Kartenkombinationen zu bekommen (dadruch lassen sich viele Baukosten sparen) oder auch mal eine Karte zu nehmen, die dem Gegner viel zu gut passen würde. Man muss die Auslage des Gegners und der freien Stadt immer gut im Auge behalten, will man von den Kartenauslage profitieren oder verhindern, dass der Gegner von der eigenen Auslage großen Nutzen zieht. Sich nur auf wenige Kartentypen zu konzentrieren, führte bei uns bislang selten zum Erfolg.

Beeindruckend ist, wie sich in 30 Minuten (kaum eine Partie dauert länger) eine sehr schönes Imperium aufbaut und man das Verlangen hat, gleich nochmal zu spielen. Die Kartengrafiken sind ausgesprochen gut gelungen, das Spielgeschehen übersichtlich und die Regeln leicht verständlich. Es würde mich zudem nicht wundern, wenn im Lauf der Zeit neue/ zusätzliche Kartendecks entwickelt werden, die dem Spiel noch mehr Möglichkeiten bieten.

7 Wonders Bild 1 7 Wonders Bild 2

BEWERTUNG ZU ZWEIT

7 Wonders ist ein schnell erlernbares, kurzweiliges Kartenaufbauspiel, was trotzdem genügend Tiefgang hat, um Runde für Runde zu begeistern. Zu zweit steckt zudem genügend strategisches Potential im Spiel, welches jede Partie bis zum Schluss spannend hält. Ich spiele 7 Wonders gerade zu zweit sehr gerne, da man hier den meisten Einfluss auf die Kartenauswahl hat. Hier ist Repos Production ein richtig gutes Spiel gelungen, welches ich gerne auf der Auswahlliste zum Spiel des Jahres sehen würde.

Pöppelbewertung 5.5

5,5  von 6 möglichen Pöppeln

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7 WONDERS, 4.8 out of 6 based on 6 ratings
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