TRIUMVIRATE

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Triumvirate Schachtel

VERLAG : Indie Boards and Cards

JAHR : 2009 / 2010

SPIELER : 2

ALTER : ab 13 Jahren

DAUER : ca. 20  Min.

AUTOR : Travis Worthington

SPIELBESCHREIBUNG

Triumvirate ist ein kleines Stich- und Mehrheitenspiel, thematisch im alten Rom angesiedelt. Die Republik Rom ist an ihrem Scheideweg angekommen und steht kurz vor einem Bürgerkrieg. Ein Triumvirat, bestehend aus Pompeius Triumvirate ÜbersichtMagnus, Licinius Crassus und Julius Caesar, versucht das wankende Reich zu regieren. Doch Unruhen im Volk, Korruption im Senat und der militärische Einfluss der Legionen sorgen dafür, dass das Triumvirat zerbricht und ein einziger Imperator an der Macht bleibt. Wer wird es werden?

Wir Spieler schlüpfen in die Rolle von Adelshäusern, die die politischen Kämpfe austragen und letztlich entscheiden, welcher der 3 Herrscher der neue Imperator wird. Wird am Ende des Spiels derjenige Triumvir neuer Imperator, den man am meisten unterstützt hat, wird man Sieger des Spiels.

Spielvorbereitung:

In der Tischmitte werden das Europa-Tableau (steht für die militärischen Kämpfe in Europa) und das Curia-Hostilia Tableau (Machtkampf im Senat) bereitgelegt. Jeder Spieler bekommt zudem ein Rom-Tableau. Kampfmarker und Konsulatsgebäude werden neben die entsprechenden Tableaus gelegt. Die 27 Karten in den 3 Farben schwarz, gelb und rot (3 identische Kartensets, jedes Set steht für einen  der 3  Machthaber) werden gemischt.

Triumvirate Karten

In jedem Set befinden sich militärische Karten (Legionen mit Wert 3,5,7),  Senatoren (mit Wert 1,2,4,6 und 8 ) sowie eine Karte des aufgebrachten Volkes (Mob) ohne Wert.

Spielverlauf:

Jeder Spieler bekommt 11 Karten auf die Hand ausgeteilt, die restlichen 5 Karten werden beiseite gelegt. Der Startspieler spielt eine beliebige Karte in die Tischmitte aus und eröffnet damit die erste Stichrunde. Wie bei anderen Stichspielen auch, muss der Gegenüber die gespielte Farbe bedienen (falls er sie hat). Kann er das nicht, so darf er eine beliebige andere Farbe spielen. Entscheiden für den Stich ist nur der Wert der Karte – wer den höhren Wert legt, gewinnt den Stich und legt einen Kampfstein der entsprechenden siegreichen Farbe auf das Europatableau.Triumvirate Tafel Europa

Auf dem Tableu ist Platz für 6 Kampfsteine. Von jeder der 3 Triumvirfarben gibt es 2 Steine. Sobald ein dritter Stich der gleichen Farbe gewonnen wurde  und somit ein 3 Stein einer Farbe gelegt werden müsste, ist die Runde zu Ende.  Ein Konsulatsgebäude der entdprechenden Farbe wird auf das Curia-Hostila Tableau gestellt. Somit ist einer der 3 Triumvire ist der Alleinherrschaft einen Schritt näher gekommen. Danach werden alle ausgespielten Karten und die am Anfang beiseite gelegten Karten gemischt, 3  Karten werden beiseite gelegt und die übrigen gleichmäßig an beide Spieler verteilt. Das wiederholt sich solange, bis einer der 3 Trimvire als neuer Kaiser gekrönt wird (also das dritte Konsulatsgebäude plaziert wird).

Wer in einer Stichrunde die Mobkarte ohne Wert spielt, spielt eine Art Trumpfkarte aus. Sie ist die niedrigste Karte einer Farbe und sorgt dafür, dass, wenn sie als erstes gespielt wird, die gespielte Farbe auf jeden Fall gewinnt, da die Karte gegen jede Karte eine anderen Farbe immer gewinnt.

Triumvirate Tafel Wetung

Nachdem man eine Karte für einen Stich ausgespielt hat, hat man zusätzlich die Möglichkeit, eine eigene Handkarte verdeckt auf sein Romtableau zu legen (Treueschwur). Dort abgelegte Karten (max. 3 pro Spiel)  kommen für das restliche Spiel nicht mehr in den Umlauf. Abgelegte Legionenkarten entscheiden am Spielende über Sieg oder Niederlage.

Spielende:

Das Spiel endet, sobald auf der Curia Hostilia eine Farbe das dritte Mal eine Spielrunde gewonnen hat. Der neue Imperator wird gekrönt. Jetzt decken beide Spieler ihre abgelegten Karten auf dem Romtebleau auf. Wer die höhrer Summe an Legionenkarten der siegreichen Farbe dort liegen hat, gewinnt das Spiel.

SPIELGEFÜHL

Am Anfang war ich skeptisch: Ein Stichspiel für 2 Spieler – und das soll Spaß machen? Was soll ich sagen. Ja, es macht Spaß und ja es funktioniert zu zweit sehr gut. Nein, es ist nicht wie jedes normale Stichspiel. Man hat nicht die Trumpfkarte, die alles andere sticht. Das Spiel ist wesentlich trickreicher und man muss mit bedacht überlegen, welche Karte man wann ausspielt und welchen der 3 Triumvire man unterstützt. Besonders spannend ist die Frage, wann man den Treuschwur nutzt und Karten auf seinem Tableau ablegt. Man kann den Treueschwur auf zweierlei Weise nutzen: Zum einem natürlich, um dort Legionen der Farbe abzulegen, von der man glaubt, dass es die des Herrschers ist, der am Spielende auch der alleinige Imperator wird. Legt man die Karten aber zu früh im Spiel ab, fehlen die Legionen, um entsprechende Stiche zu gewinnen, um damit den Herrscher überhaupt nach vorne zu bringen. Die Gefahr des Scheiterns ist groß. Will man es erst kurz vor Schluss machen, kann es passieren, dass man die Karte gar nicht mehr auf die Hand bekommt und scheitert ebenfalls. Den richtigen Zeitpunkt zu erwischen, ist äußerst knifflig.

Zum anderen kann man den Treueschwur dazu nutzen, Karten aus dem Spiel zu nehmen, um einen der 3 Herrscher auszubremsen, sprich, die Wahrscheinlichkeit zu verringern, dass er Stiche gewinnt.

Dass beim Verteilen der Karten in jeder Runde eine gewisse Glückkomponente vorhanden ist, ist nicht zu bestreiten. Mit manchen Kartenblättern lassen sich  die eigenen Ziele einfacher verwirklichen als mit anderen. Eine Garantie für ein erfolgreiches Spiel stellt aber kein noch so gutes Kartenblatt dar. Es ist einfach nur manchmal einfacher und manchmal schwerer. Da es selten bei einer Partie bleibt und man laut Regel sowieso ein „Best of 3“ spielen sollte, gleicht sich das Kartenglück / Pech wieder aus.

Mein Rezenensionsemplar von Triumvirate stammt aus der Erstauflage. Das Material des Spiels ist funktional, die Pöppel und Holzscheiben finde ich sogar ausgesprochen gelungen. Die Kartengrafiken hingegen sind für mich wenig ansprechend. In der zweiten Auflage hat das Spiel deutlich schönere Kartengrafiken bekommen, dafür sind die schönen Pöppel verschwunden, am Spiel selber hat sich aber nichts wesentliches geändert, so dass man sich bedenkenlos auch die Neuauflage zulegen kann. Ich werde jedoch meine Auflage behalten, weil mir das Material, abgesehen von den Karten besser gefällt.

 

Triumvirate 2 Triumvirate 1

BEWERTUNG ZU ZWEIT

Endlich ein Stichspiel, dass auch zu Zweit gut funktioniert. Wer gerne Stichspiele spielt, aber nicht immer die passende große Spielrunde dafür findet oder auch gerne im Urlaub eine schnelle aber anspruchsvolle Runde spielen möchte, kann bedenkenlos zu Triumvirate greifen.

Pöppelbewertung 4.5

4,5  von 6 möglichen Pöppeln

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